• Karin Meincke

ANGST - Erlebnisbericht aus der Geisterbahn!!


Uaaaahhhhhh!!!!!! Na, hast du ANGST? 😉 Viele haben es und kaum einer spricht darüber. Als ich heute anlässlich des Faschings eine Geisterbahn mit Kindern (in meinem 'Nebenjob' im Kindergarten) veranstaltete, konnte ich gut beobachten, welches Verhältnis verschiedene Kinder zu ihrer Angst haben. Kinder, die ich in alltäglichen Situationen als sehr ängstlich erlebe und welche schon vorher in der Garderobe weiche Knie bekamen, gingen in starrer Körperhaltung, sehr schnell und ohne ein Wort zu sagen durch die Bahn des Grusels und behaupteten hinterher festen Blickes, es sei 'ja gar nicht gruselig' gewesen und sie hätten 'überhaupt gar keine Angst gehabt'. 😉 Andere Kinder, welche ich hingegen im Alltag als sehr selbstsicher erlebe, sagten sofort, sie hätten große Angst und nahmen dankbar meine Hand als Unterstützung an oder forderten mich auf, weniger gruselige Geräusche anzumachen. 😇 Sie wollten dann gleich nochmal in die Geisterbahn....

Was zeigt sich hier?

Die eher selbstsicheren Kinder können ihre Angst offenbar annehmen, ausdrücken und konstruktiv nutzen, um ihr Recht auf Schutz einzufordern. Sie haben wahrscheinlich von ihren Bezugspersonen erfahren, dass sie sich auf sie verlassen und stützen können, sobald sie sich in Not fühlen.

Die tendenziell im Alltag eher ängstlichen Kinder haben dies wahrscheinlich weniger erfahren. Vielleicht wurden sie in überwältigenden Situationen allein gelassen oder man hat ihnen gesagt, sie sollen keine Angst haben oder 'sich nicht so anstellen'. Vielleicht hat man sich auch über sie lustig gemacht. Daher scheinen sie ihre Angst nun wegzudrücken und 'STARK' sein zu wollen. Die Angst brodelt jedoch unerlöst in ihnen weiter.....denn sie hat kein Gehör gefunden....und sie weiß: 'Ich werde nicht beschützt, auch wenn ich da bin. Also muss ich vielleicht falsch sein.' Bringt man so einem Kind bei, sich richtig zu fühlen?

Schon eine einfache Hand kann helfen, dass sich das Nervensystem unserer Kleinen beruhigt und sie wissen: Es ist jemand DA und ich bin nicht allein mit meiner Angst. Denn: Kinder sind von Natur aus abhängig und auf unseren Schutz angewiesen. Statt rationalen Erklärungen helfen ihnen vor allem körperliche Gesten der Nähe, so dass sie Sicherheit in ihrem Körper FÜHLEN können. 💗

© Karin Meincke 2018

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